Bachelor

Fakultät 08
Die dreidimensionale Dokumentation und Rekonstruktion archäologischer Befunde
Kategorie:
Abschlussarbeit
Status:
abgeschlossen
BetreuerIn:
Extern/e AutorIn:
Frederike Eck
Jahr:
2018
Weiteres

Die dreidimensionale Dokumentation und Rekonstruktion archäologischer Befunde. Fragen zur Archivierung und musealen Vermittlung am Beispiel der historischen Wasserwirtschaft in Wassertrüdingen [Frederike Eck 2018; Betreuer: Prof. Dr. Markus Oster]


Rekonstruktion mittelalterliche Fischfanganlage Wassertrüdingen
Rekonstruktion mittelalterliche Fischfanganlage Wassertrüdingen

Fragen zur Archivierung und musealen Vermittlung am Beispiel der historischen Wasserwirtschaft in Wassertrüdingen


Die Dokumentation kultureller Hinterlassenschaften gehört zu den wichtigen Aufgaben der Menschheit, schreibt die UNESCO in ihre Präambel. Im Bereich der Archäologie ist die Dokumentation oftmals sogar das Einzige, was von einem Kulturdenkmal übrigbleibt – stellt doch jede Ausgrabung eine Zerstörung des archäologischen Befundes dar . Seit jeher stützt sich die Archäologie auf dieses Prinzip.


Während sich das Prinzip der Archäologie seit ihrer Entstehung als Disziplin nicht geändert hat, haben sich die Dokumentationsmethoden stetig weiterentwickelt. Mit der Entwicklung neuer Methoden gingen jedes Mal auch neue Konzepte zur Archivierung der Ergebnisse einher. Seit ca. 30 Jahren erlebt die gesamte Welt jedoch eine völlig neue Art der Dokumentation: Die digitale Dokumentation.


Was zu immer neuen, beeindruckenden Ergebnissen führt, stellt die Menschheit langfristig vor ein Problem: Wohin mit all den Daten? Kompetenzzentren, Forschungsinstitute, Verwaltungen, Firmen und Arbeitsgruppen versuchen der Datenflut des neuen Jahrtausends Herr zu werden, ohne dass es bisher eine vielversprechende Lösung gibt. Im Widerspruch dazu steht aber die weiterhin ansteigende Datenmenge. Sich der Problematik einer fehlenden Lösung auf die Frage nach einer Langzeitarchivierung digitaler Daten bewusst, erzeugen wir dennoch weiter Byte um Byte. Die Langzeitarchivierung ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie Datenformaten und Programmen, Datengröße und Hardware. Unter Berücksichtigung aller Aspekte wird mit dieser Arbeit beispielhaft versucht, eine ideale Lösung zu finden. Neben der Archivierung ist auch die Weiterverwendung digitaler Daten im stetigen Wachstum. Vor allem im Bereich der interaktiven-(VR-)Anwendungen oder dem 3D-Druck ist die Entwicklung zur Zeit rasant.


Können diese Nebenprodukte der digitalen Dokumentation archäologischer Befunde sinnvoll verwendet werden? Im Kontext der musealen Vermittlung scheint dies möglich zu sein. Beispiele beweisen bereits wie Fachinformationen aus Forschungsvorhaben in Museen den Besuchern mittels digitaler Technologien nahegebracht werden. Mit dieser Arbeit soll am Beispiel Eine Untersuchung zu den Herausforderungen und Chancen der digitalen (3D-)Dokumentation.


Diese Arbeit enthält zwei thematische Abschnitte. Im ersten dieser Abschnitte soll die Entwicklung der Dokumentationsmethoden beleuchtet und dabei aufgezeigt werden, welche Herausforderungen mit angesprochener stetiger Entwicklung einhergehen. Im Bereich der dreidimensionalen Dokumentation, die den aktuellen Stand der Entwicklung wiederspiegelt, werden zwei der Methoden näher beschrieben und auf die Vor- und Nachteile in der Handhabung und Archivierung verwiesen.


Mittelalterliche Reuse
Mittelalterliche Reuse


Es wird zur Debatte gestellt, ob die generierten Daten lediglich der Dokumentation dienen können und dementsprechend archiviert werden, oder ob es möglich ist die gewonnenen Daten zusätzlich auch anderweitig zu verwenden.


Untersucht wird dies am Beispiel der Ausgrabung einer mittelalterlichen Fischfanganlage aus dem Jahr 2017 in Wassertrüdingen. Ein zu prüfender Aspekt ist, inwiefern eine Nutzung jener Daten im Kontext der musealen Vermittlung möglich ist und dort vielleicht für ein verbessertes Verständnis der historischen Zusammenhänge sorgen kann. Dazu soll mit Hilfe der generierten 3D-Daten aus den Dokumentationsunterlagen und anderer (3D)-Daten der Versuch unternommen werden, eine dreidimensionale rekonstruierte Szene zu erschaffen.


Ziel ist es am Ende eine Empfehlung aussprechen zu können, welche Vorgehensweisen hinsichtlich der produzierten (3D-)Datenmengen nötig und möglich sind, sowie welche notwendigen Pflichten und auch Chancen sich aus der dreidimensionalen Dokumentation archäologischer Befunde ergeben.


Informationstafel mit Visualisierungsergebnissen
Informationstafel mit Visualisierungsergebnissen

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