Bachelor

Fakultät 08
Hochwassermodellierung am Beispiel der Gemeinde Langenneufnach
Kategorie:
Abschlussarbeit
Status:
abgeschlossen
BetreuerIn:
Extern/e BetreuerIn:
in Kooperation mit dem Amt für Ländliche Entwicklung Krumbach
Extern/e AutorIn:

Anna Hemberger


Jahr:
2018
Abb. 1: Abflusssimulation mit einem Drosselabfluss von 26 kbm/s
Abb. 1: Abflusssimulation mit einem Drosselabfluss von 26 kbm/s

Untersuchungen zur Wirksamkeit des zentralen Hochwasserrückhaltebeckens

Mit der Klimaerwärmung wird das Wetter extremer und noch unberechenbarer. Neben Niedrigwasser aufgrund von Dürre und Hitze kommt es immer häufiger auch zu schweren Sturzfluten und Starkregenereignissen, die ganze Landstriche unter Wasser setzen und für große Schäden sorgen. Während der Mensch in der Vergangenheit durch sein Handeln das Schadensausmaß noch vergrößert hat, steht heute der Hochwasserschutz wieder im Vordergrund. So geschehen auch in der Gemeinde Langenneufnach im Landkreis Augsburg, die nach einigen schadensträchtigen Hochwassern im Zuge eines Flurneuordnungsverfahrens ihren Ort „hochwassersicher“ machen wollte. Neben mehreren dezentralen Hochwasserrückhaltebecken wurde am südlichen Ortseingang ein Damm mit automatisch gesteuertem Auslass gebaut, der die Gemeinde vor zukünftigen Hochwassern bis HQ100 schützen soll und im Mittelpunkt dieser Arbeit steht.


Beginnend mit einer Einführung in die hydrologische Modellierung, welche im Bereich von Planungen und Entwürfen wasserwirtschaftlicher Anlagen häufig Anwendung findet, wird in dieser Arbeit das zentrale Rückhaltebecken hinsichtlich seiner Wirksamkeit untersucht.


Abb. 2: Simulation eines maximalen Einstaus des Beckens bis 515,5 m ü. NHN
Abb. 2: Simulation eines maximalen Einstaus des Beckens bis 515,5 m ü. NHN
Die Hochwasserschutzmaßnahmen Langenneufnachs waren ursprünglich Teil eines interkommunalen Hochwasserschutzkonzepts, welches jedoch mangels Beteiligung einiger Gemeinden nicht so umgesetzt werden konnte. Somit beruht die Bemessung des Beckens auf veralteten/falschen Annahmen. Die Untersuchungen sollen daher Aufschluss bringen, ob die Gemeinde dennoch vor zukünftigen schweren Hochwasserereignissen geschützt ist. Auf Grundlage einer Geländeaufnahme und den Daten eines flugzeuggestützten Laserscannings wird zum einen ein maximaler Einstau des Beckens simuliert und das Stauvolumen berechnet, zum anderen Abflusssimulationen mithilfe eines zweidimensionalen Strömungsmodells berechnet, um die Überschwemmungsflächen im Gemeindegebiet darzustellen. Die Ergebnisse zeigen, dass zwar eine deutliche Verbesserung des Hochwasserschutzes erreicht wurde, jedoch eine komplette Vermeidung von Überschwemmungen innerhalb der Ortschaft mit diesen Maßnahmen nicht möglich ist.

Suche

Suchen Sie
... Abschlussarbeiten, Projekte oder Publikationen zu einem bestimmten Thema? Dann verwenden Sie das Suchformular.

... oder von einem bestimmten Autor oder Betreuer? Dann können Sie auch auf den persönlichen Seiten nachsehen.