III Tonalite und Diorite

Die beiden oberen Muster sind Tonalite. Der Name stammt vom Erstfundort, dem Tonale-Pass im Adamello-Gebiet, Südtirol. Benannt wurde das Gestein 1864 vom deutschen Mineralogen und Geologen Gerhard vom Rath.


Die beiden unteren Steinplatten sind Diorite. Sie stammen aus Fürstenstein im Bayerischen Wald und haben eine unterschiedliche Oberflächenbearbeitung erfahren:


Der linke Diorit ist „gestockt“. Das bedeutet, dass er mit einem Stockhammer bearbeitet wurde. Dadurch können rutschsichere Oberflächen erzeugt werden.


Der rechte Diorit ist geschliffen. Dies wurde früher unter hartem Körpereinsatz manuell mithilfe von Schleifsteinen bewerkstelligt, heute erledigen dies moderne Steinschleifmaschinen mit mineralischen Schleifkörnern oder Diamanten.


Tonalit und Diorit im QAP-Diagramm
Tonalit und Diorit im QAP-Diagramm

Tonalit hat enthält noch mehr Plagioklas als Granit (Gruppe I) und Granodiorit (Gruppe II) und ist im QAPF-Diagramm (Erklärung in Gruppe I) ganz rechts verortet. Mit der Erhöhung des Volumenanteils von Plagioklas nimmt auch der Gehalt an dunklen Gemengteilen zu.


Diorit besitzt weniger Quarz (< 10%) als Tonalit und besteht fast ausschließlich aus Plagioklas, weshalb er im QAP-Diagramm ganz in der rechten Ecke zu finden ist.