II Granodiorite

Der Granodiorit hat einen mittleren Quarzgehalt, führt aber im Vergleich zum Granit mehr Plagioklas als Alkalifeldspat und liegt deshalb im QAP-Diagramm (Erklärung in Gruppe I) weiter rechts (siehe Abbildung unten).


Deutsche Vorkommen existieren im Bayerischen Wald, Erzgebirge, Harz, Odenwald, Oberpfälzer Wald, Spessart und in der Lausitz.


Alle vier Platten dieser Gruppe bestehen aus Tittlinger Granodiorit aus dem Bayerischen Wald. Dieses Gestein wird (petrographisch falsch) auch als „Tittlinger Granit“ bezeichnet.



Der Tittlinger Granodiorot stammt aus dem Dreiburgenland im südlichen Bayerischen Wald, ist mittelkörnig (Ø Korngröße: 1,5 mm) und schwarz-weiß gesprenkelt. Er enthält 44 Prozent Quarz, 33 Prozent Plagioklas, neun Prozent Alkalifeldspat, acht Prozent Biotit, vier Prozent Muskovit und ein Prozent Chlorit.


Verwendungsbeispiel:


Der Sockel des „WM-Brunnens“ bei der Neue Messe München besteht aus Tittlinger Granodiorit. Er wurde zur FIFA-WM am 12. Mai 2006 unter anderem von Franz Beckenbauer eingeweiht.


Die Kugel des Brunnens, die auf dem Sockel bewegt werden kann, wiegt 11 Tonnen (elf Freunde…) und besteht aus der Gesteinsart Gabbro aus Südafrika (WM 2010), die mit Diorit verwandt ist (siehe Gruppe III).



Granodiorit im QAP-Diagramm
Granodiorit im QAP-Diagramm