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Auf dem Weg zur täglichen Wasserstandsmeldung aus dem Weltall

[16|07|2018]

Woher weiß ein Satellit, wie hoch bei uns das Wasser steht?

Und das beinahe täglich. Wie kann er auf ein Ar genau sagen, welche Fläche überflutet ist und welche nicht? Das Ganze auch bei Nacht und sogar, wenn Wolken ihm die Sicht versperren.


Wie das funktioniert, hat B.Eng. Anika Blocksdorf in ihrer Abschlussarbeit erforscht. Sie hat für alle 366 Tage im Jahr 2016 die Wasserfläche des Forggensees bei Füssen im Ostallgäu aus Radaraufnahmen der Sentinel-1-Mission der European Space Agency (ESA) kartiert. Herausgekommen sind ein Poster und eine Animation, die beide eindrücklich vermitteln, welchen Wandel der Stausee im Jahresverlauf erlebt. Ein Bericht über ihre Ergebnisse hat es sogar in die Fachzeitschrift „Photogrammetrie, Fernerkundung, Geoinformation“ der „Deutschen Gesellschaft für Photogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformation“ geschafft und ist sowohl im Druck als auch online verfügbar.


Gerade im Sommer 2018 ist der Forggensee besonders interessant, denn aufgrund von Sanierungsarbeiten am Staudamm ist der See noch immer so gut wie leer. Diese „Mondlandschaft“ fasziniert viele Touristen, denn auf dem Seegrund gibt es von abgesägten Baumstümpfen bis hin zu alten Brücken und Bauernhöfen einiges zu entdecken.