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Geländedaten mit Kamera oder Laserscanner zentimetergenau in wenigen Minuten erfassen

Gruppenbild mit Drohne
Gruppenbild mit Drohne

[22|10|2019]

Labor für Photogrammnetrie und Fernerkundung zeigt Möglichkeiten der UAV-basierten Geodatenerfassung.


Der Vertiefungskurs „UAV-Photogrammetrie und -Laserscanning“ konnte sich bei einer Live-Show im Kieswerk Glück wieder davon überzeugen, wie schnell und elegant eine drohnenbasierte Datenerfassung heutzutage funktioniert. Firmenchef Joachim Schlechtriem von DroneIT ließ zunächst eine DJI Phantom Pro bestückt mit einer digitalen Kamera über das Kieswerk fliegen. Innerhalb von wenigen Minuten konnte eine Fläche von 2 ha mit ca. 80 Aufnahmen photogrammetrisch vermessen werden. Mittels dichter Bildzuordnung und Methoden der Computer Vision wurde pixelweise alle 5 mm ein Höhenwert berechnet und ein digitales Geländemodell interpoliert. Anschließend verwendete er seine DJI M600Pro, um mit dem Laserscanner miniVUX UAV-1 des Labors das Gelände hochgenau abzutasten. Professor Peter Krzystek, Dipl. Ing. Wolfgang Stößel, Doktorand M.Sc. Sebastian Briechle und Laboringenieur Dipl. Ing. (FH) Jörg Heblinski wiesen zuvor die Studierenden in die praktische Handhabung der High-Tech Instrumente und der Software ein. Die Studierenden bestimmten selbstständig die Koordinaten der Passpunkte und von Referenzobjekten mit Hilfe von GNSS. Prof. Krzystek erinnert sich. “Die Photogrammetrie war früher eine Methode, das Rechnen zu vermeiden. Methoden aus dem Computer Vision Bereich haben diesen Bereich jedoch revolutioniert, so dass man in kürzester Zeit Objekt dreidimensional rekonstruieren kann. Das drohnenbasierte Laserscanning eignet sich vor allem für die Vegetationskartierung, da die Laserstrahlen die Vegetation teilweise durchdringen.“ Professor Krzystek bedankte sich bei Herrn Schlechtriem für die professionelle Durchführung der Drohnenbefliegung. „Solche Praxisbeispiele sind für unsere Studierenden sehr wichtig. Wir freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit, zum Beispiel bei Bachelor- und Masterarbeiten oder Forschungsvorhaben“, so Krzystek.


Geländemodell
Geländemodell