News

SARsharpening - den Radarblick schärfen

[17|10|2018]

Aktueller Konferenzbeitrag zu SARsharpening und Bildfusion von Prof. Dr. Schmitt auf dem ISPRS Midterm Symposium

Das PANsharpening optischer Aufnahmen ist seit Jahren Standard in der Fernerkundung. Dabei wird die hohe räumliche Auflösung eines panchromatischen Kanals („Schwarz-Weiß-Foto“) auf die multi-spektralen Kanäle („Farbfoto“) mit in der Regel geringerer räumlicher Auflösung übertragen.

Somit vereinigt das fusionierte Bild die hohe räumliche mit der maximalen spektralen Auflösung.


Die grundlegende Idee des „sharpenings“ wurde nun erstmals auf Radaraufnahmen übertragen und auf dem ISPRS Midterm Symposium am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) vorgestellt. Möglich wird dieses SARsharpening erst durch die Verwendung sogenannter Kennaugh-Elemente zur Beschreibung der Radaraufnahmen. Überführt man zudem auch noch optische Aufnahmen geschickt in die Kennaugh-Welt, so verschwimmen die Grenzen zwischen Radar- und optischer Fernerkundung fast komplett.

Dieses Gesamtpaket mit allen notwendigen Formeln und Herleitungen für die radiometrische Bildfusion ist Inhalt des Konferenzbeitrags von Prof. Dr. Andreas Schmitt.


Auf Basis dieser mathematischen Zusammenhänge lassen sich dann höchst imposante Bilder wie die hier gezeigte Aufnahme von Penzberg und Iffeldorf in Oberbayern generieren. Die aus einer Radaraufnahme von Sentinel-1 und einer optischen Aufnahme von Sentinel-2 am 14./15.10.2017 (©ESA 2017) fusionierten, normierten Kennaugh-Element enthalten die Charakteristiken beider Aufnahmeverfahren. Für die visuelle Interpretation kann so der Informationsgehalt enorm erhöht werden. Wie rechnergestützte Klassifikationsverfahren auf diese neuartigen Datensätze reagieren, müssen zukünftige Studien erst klären.

Der gesamte Konferenzbeitrag ist öffentlich zugänglich und hier nachzulesen.