Bachelor

Fakultät 08
Visuelle Interpretation von Luftbildern zur Erfassung und Analyse der Veränderungen von Gewässerrandstreifen anhand zweier Testgebiete in Südbayern
Kategorie:
Abschlussarbeit
Status:
abgeschlossen
Themengruppe:
Fernerkundung, GIS
BetreuerIn:
Extern/e BetreuerIn:
Bund Naturschutz in Bayern e. V. - Dr. Christine Margraf
Extern/e AutorIn:
Franziska Halbritter
Jahr:
2017
Gewässerrandstreifen reduzieren durch Speicherung von Wasser das Risiko von Überschwemmungen.
Gewässerrandstreifen reduzieren durch Speicherung von Wasser das Risiko von Überschwemmungen.

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Erfassung von Gewässerrandstreifen durch visuelle Interpretation von Luftbildern.


Analyse:
Aufgrund des Klimawandels muss in Zukunft immer häufiger mit Starkregen und den daraus resultierenden Überschwemmungen gerechnet werden. Kommt intensive Ackernutzung bis an den Gewässerrand hinzu, steigt die Gefahr von Überflutungen zusätzlich, da keine natürliche Pufferzone für Wasser vorhanden ist. Vor allem der steigende Anbau von Mais verringert die Wasserdurchlässigkeit des Ackerbodens und begünstigt so Überschwemmungen. So werden Menschen, Tiere und Pflanzen gefährdet und wichtiger Lebensraum zerstört.


Konzept: Eine effektive und einfache Lösung, um das Risiko von Hochwasser zu reduzieren, sind Gewässerrandstreifen. Da es in Bayern keine verbindlichen Gesetze gibt, bzw. nur geringe Fördermaßnahmen, verzichten viele Landwirte auf Gewässerrandstreifen. Um einen Überblick über die aktuelle Lage von Gewässerrandstreifen bzw. die Entwicklung zu bekommen, wurden digitale Orthophotos ausgewertet.

Realisierung: Für diese Arbeit wurden digitale Orthophotos des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung aus den Jahren 2003, 2004, 2015 und 2016 untersucht und miteinander verglichen. Durch eine anschließende Auswertung konnte so eine Aussage über aktuelle Flächen und über die zeitliche Entwicklung von Gewässerrandstreifen gemacht werden. Zudem ist untersucht worden, inwieweit Landwirte bei der Bewirtschaftung von gewässernahen Ackerflächen Flurgrenzen einhalten. Die Auswertung fand anhand zweier aussagekräftiger Testgebiete statt. Zum einen wurde das Freisinger Moos in Oberbayern aufgrund seiner wichtigen ökologischen Funktion als Moor untersucht. Zum anderen der niederbayerische Markt Triftern. Seine geographische Lage im Tertiärhügelland ist vor allem wegen des steigenden Maisanbaus für diese Fragestellung sehr interessant.


Ergebnis: Die Auswertung zeigt, dass Fördermaßnahmen alleine nicht ausreichen um die Entwicklung von Gewässerrandstreifen voranzutreiben. In beiden Gebieten waren nämlich zu wenig Gewässerrandstreifen vorhanden. Auch im zeitlichen Vergleich konnte keine Zunahme festgestellt werden. Deshalb wären verbindliche Gesetze eine gute Maßnahme, um Gewässerrandstreifen zu fördern.

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