Bachelor

Fakultät 08
Stäfis. Erstellen eines Webportals zur Erfassung und Darstellung von Straßenschäden in München
Kategorie:
Abschlussarbeit
Status:
abgeschlossen
Themengruppe:
Web Mapping, GIS
BetreuerIn:
Extern/e BetreuerIn:
Dipl. Ing. Helmut Wenninger
Extern/e AutorIn:
Veronika Zimmer
Jahr:
2016
Mit Hilfe von Stäfis erfasste Straßenschäden auf der Grundkarte OpenStreetMap.
Mit Hilfe von Stäfis erfasste Straßenschäden auf der Grundkarte OpenStreetMap.


Angesichts zahlreicher Straßenschäden (Risse, Löcher, Spurrinnen und schlechte Ausbesserungsarbeiten) stellt sich die Frage, warum die betroffenen Straßenabschnitte nicht sachgerecht repariert oder erneuert werden. Wohin soll sich ein Bürger / eine Bürgerin wenden, wenn ihm / ihr ein Straßenschaden auffällt? Weil er /sie weiß, welcher Aufwand notwendig ist, einen solchen Schaden einer Behörde zu melden, wird er / sie eine Meldung tendenziell eher unterlassen.


Dies führte zu der Idee, ein bürgeroffenes, kostenfreies und leicht bedienbares System zu entwickeln, in dem ohne bürokratische Wege eine Erfassung von Straßenschäden durch interessierte Nutzer möglich ist. Des Weiteren sollte dieses System auch zuständigen Ämtern einen Überblick über den Zustand von Münchens Straßen verschaffen, damit eventuelle Reparaturarbeiten oder Erneuerungen von Straßen aufgrund der von Nutzern erfassten Daten geplant und durchgeführt werden können. Die Entwicklung eines solchen Systems war das Ziel dieser Arbeit.


Die Umsetzung dieser Idee erfolgte durch die Programmierung eines Webportals namens „Stäfis“ (Straßenschädeninformationssystem). In Stäfis zeigt eine OpenStreetMap Karte die von Nutzern erfassten Schäden als Points of Interest (POIs) an. Um diese POIs zu generieren, stehen dem Nutzer / der Nutzerin mehrere Funktionen zur Verfügung. Der Standpunkt kann mittels GPS ermittelt und per E-Mail versendet und ein neuer Straßenschaden mit Hilfe eines Straßenformulars eingepflegt werden. Bei der Programmierung wurde besonderer Wert darauf gelegt, dass sowohl die Benutzeroberfläche als auch die Funktionen weitestgehend selbsterklärend sind. Um noch offene Fragen zu beantworten, stehen dem Nutzer / der Nutzerin Tooltipps und ein Handbuch zur Erläuterung der grundlegenden Begriffe im Straßenbau zur Verfügung.


Voraussetzungen für die Nutzung von Stäfis sind ein Endgerät (z.B. Smartphone) mit Internetzugang, ein Browser und ein Grundverständnis für die Bedienung von Anwendungen auf einem Smartphone. Nach der Registrierung der kann der Nutzer / die Nutzerin die Funktionen vollumfänglich nutzen. Dazu benötigt er / sie eine Handykamera und ein Endgerät, das die GPS-Position bestimmen kann. An die Kamera und das GPS-Signal sind Funktionen in Stäfis gebunden, die mit Fotos und/oder dem GPS-Signal Positionen bestimmen.


Gegenüber anderen derzeit gängigen Programmen hat Stäfis den Vorteil, dass die Erfassung aus Bürgersicht geschieht. Dafür sind einerseits ein leicht verständliches User-interface und andererseits ein leicht verständliches System Grundvoraussetzungen. Dieses leichte Verständnis wird bei Stäfis dadurch erreicht, dass bewusst die aktuellen Richtlinien und Regeln der Verwaltung ausgeklammert werden und stattdessen, basierend auf diesen Richtlinien, angepasste Regeln entwickelt wurden, z.B. bei der Klassifikation der Straßenschäden. Diese werden gemäß der aktuellen Richtlinie des FGSV Verlags (Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen) in drei Kategorien eingeteilt. Diese drei Kategorien unterscheiden die Straßenschäden anhand errechneter, dimensionsloser Werte. Die Dreiteilung wurde auch für Stäfis übernommen, jedoch werden bei Stäfis die Straßenschäden nicht anhand von errechneten Werten unterschieden, vielmehr erfolgt hier die Erfassung über Zuordnung zu Schadenstypen, an deren Bezeichnung der Nutzer bereits ohne spezielles Fachwissen die Schadenskategorien unterscheiden kann.


Link zur Anwendung : http://www.mapservice.de/staefis/muenchen/

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