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Bericht zum Forum Geoinformation zu den Themen Höhlenvermessung und UAV

[08|05|2014]


Die Fakultät für Geoinformation hatte am 3.6.2014 zu aktuellen Vorträgen aus den Bereichen Höhlenvermessung und UAV eingeladen.




Vortrag:

Angewandte Geodäsie, Navigation und Kartographie in der Höhlenvermessung; Andreas Wolf vom Institut für angewandte Karst- und Höhlenkunde und Philipp Janka von der Fakultät für Geoinformation

Die geodätische Erfassung von Höhlen ist Grundlage für nachfolgende Navigationsaufgaben und dient dem besseren Verständnis sowie der geologischen Einordnung des Karstobjektes. Sie ist Teil der allgemeinen Höhlendokumentation in Form eines Höhlenplanes. Er ist ein wichtiges Dokument und beschreibt die Höhle mit ihren Inhalten. Eine möglichst exakte Darstellung der Höhle stellt meist die erste und wichtigste Arbeitsgrundlage für weitere Betrachtungen und Aussagen in den verwandten Gebieten der Speläologie wie zum Beispiel der Geologie, Hydrolo-gie, Biospeläologie, Archäologie und der Paläontologie dar. Des Weiteren sind Höhlenpläne wichtige Grundlage für schnelle und effektive Rettungseinsätze bei Höhlenunfällen.

Der Vortrag zeigte die historische Entwicklung und die besonderen Herausforderungen der Höhlenvermessung anhand zahlreicher Beispiele auf. Sowohl etablierte Beobachtungsverfahren, Messtechniken und Darstellungsformen als auch die Möglichkeiten neuer Technologien wie Laserscanning und 3D-Druck wurden spannend und informativ präsentiert.


Durch die anschließende Diskussion führte Prof. Dr. Jens Czaja.



Vortrag:

Prozessierung, Katalogisierung und Verteilung von UAS-Bildern in Nah-Echtzeit; Firma GEOSYSTEMS GmbH

Warum werden immer mehr Unmanned Aerial Systems (UAS) eingesetzt? Sie sind flexibel, schnell und unkompliziert in der Datenaufnahme – das mag in vielen Anwendungsgebieten mehr gelten als ein perfekter photogrammetrischer Bildflug. Damit diese Vorteile bis zum Ende der Prozessierungskette zum Tragen kommen, muss auch der gesamte Workflow der Datenaufbereitung und Datenweitergabe bis zum Endanwender flexibel und schnell weiterlaufen. Dieser Prozess wurde von GEOSYSTEMS als Server-Client Lösung umgesetzt.

Je nach Aufnahmesystem werden die Daten während der Befliegung an eine Bodenstation gesendet und nach Flugende über ein Speichermedium in die vollautomatische Aufbereitungskette eingespeist. Die einzelnen Bilder werden anhand der während des Fluges aufgenommen Positionsdaten geokorrigiert, die Metadaten ISO-konform aufbereitet und die Bilddaten als OGC-konformer Dienst im Rasterdatenmanagement ERDAS APOLLO katalogisiert. In Sekundenschnelle stehen die Bilddaten somit als Webdienst dem Endanwender zur Verfügung.


Prof. Dr. Peter Kammerer leitete die abschließende Diskussionsrunde.



Prof. Dr. Peter Kammerer, Andreas Wolf, Fritz Spitzer, Philipp Janka und Prof. Dr. Jens Czaja (von links nach rechts)
Prof. Dr. Peter Kammerer, Andreas Wolf, Fritz Spitzer, Philipp Janka und Prof. Dr. Jens Czaja (von links nach rechts)