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BMBF fördert neues Forschungsprojekt des Forschungsschwerpunkts CORSNAV

[20|03|2017]

Wie können Drohnen sicher im zivilen Luftraum zur genauen Erfassung von 3D-Geodaten eingesetzt werden?


Mit dieser Frage beschäftigt sich das vom BMBF geförderte Forschungsprojekt „Optimierung der Flugökonomie eines „Remotely Piloted Aircraft System“ (RPAS) zur Kartierung von entfernten Katastrophen- und Risikogebieten unter Berücksichtigung von Flugsicherungsaspekten (GeoFlyer)“. RPAS kombiniert mit miniaturisierten Kameras und Laserscannern ermöglichen eine sehr genaue dreidimensionale Aufnahme der Erdoberfläche und anthropogener Objekte. Sie sind im Vergleich zu flugzeuggestützten Plattformen billiger und eignen sich hervorragend für die schnelle Schadensdokumentation von Katastrophenorten und dem Monitoring von Gefahrenstellen. Nachteilig sind jedoch bei elektrobetriebenen RPAS die begrenzte, von der Nutzlast und den Flugbedingungen stark abhängige Flugzeit und fehlende Sicherheitsprozeduren für die Anwendung im zivilen Luftraum.


Im Projekt Geoflyer, das von Prof. Dr.-Ing. Peter Krzystek (FK08) und Prof. Dr.-Ing. Karl Siebold (FK03) geleitet wird, wird ein elektrisch betriebener Flächenflügler in seinen Flugeigenschaften verbessert. Ferner werden für einen sicheren Betrieb dieser neuartigen Sensorplattform im zivilen Luftraum Regeln aufgestellt sowie technische Rahmenbedingungen für eine Zertifizierung von Flügen außerhalb der Sichtweite festgelegt. Die Leistungsfähigkeit des neuen RPAS und der eingebauten Sensoren werden beispielhaft in ausgewählten Katastrophen- und Risikogebieten nachgewiesen. So sollen in einem stillgelegten Kernkraftwerk radioaktive Rückstände detektiert werden, Schäden in einem Windbruch ermittelt sowie Erdbewegungen in einem potentiellen Hangrutschungsbereich überprüft werden.